Verschiedene Ideen für Kinder

Ein Beitrag von Georg Cevales

Auch unsere Dozent der Kinderakadmie Georg Cevales hat einiges formuliert was Euch vielleicht motiviert und zum künstlerischen Schaffen und experimentieren anregt. Draußen scheint die Frühlingssonne und nach dem grauen Winter gibt es so viel Neues, Schönes zu sehen und erleben… Hier ein paar Ideen, die nicht einfach so zu ende zu malen sind: Sammelkarten kann man immer mehr ansammeln, Postkarten kann man nie genug verschicken und wenn man nass-in-nass abstrakte Muster und Blumenbilder macht, ist es auch am besten gleich mehrere Bilder gleichzeitig zu malen. 

1. 
Wenn ihr etwas zeichnen möchtet, macht es Spaß kleine Sammelkarten zu erstellen. So wie man sie zum Beispiel für Fußballspieler, Pokémons oder von Kartenquartetten kennt. 
Dafür kann man sich entweder selber etwas ausdenken, z.B. verschiedene Drachen, Dinosaurier, Monster und Aliens. Oder man nimmt Vorbilder, wie zum Beispiel alte griechische Götter, Schmetterlinge, Käfer und Insekten oder, wer es gruselig mag sogar verschiedene Viren und Bakterien. 
Egal was ihr zeichnet: Alle Karten müssen gleich groß sein und um alle Sammelkarten muss immer ein Rahmen am Rand herum laufen. Am besten zeichnet ihr den Rahmen mit Lineal. In den oberen Ecken der Karten kann ein kleines Muster in verschiedenen Farben sein: Dreieck, Stern, Kringel… Und jede Karte braucht mindestens eine Überschrift mit dem Namen. 
Wenn ihr Vorlagen zum abzeichnen braucht, hilft es manchmal, wenn man im Internet suchen kann. Dann gibt man bei der Bildersuche das ein, was man zeichnen möchte (z.B. Pferd) und dazu schreibt man „zeichnung“ und „einfach“. Dann kommt eine lange Liste mit Bildern. Das solltet ihr aber nur mit Eltern oder älteren Geschwistern zusammen machen oder am besten: Ihr lasst Euch von Erwachsenen etwas suchen und ausdrucken und spart euch die ganze Mühe. 


2. 
Wenn ihr etwas malen möchtet, ist es mit Wasserfarben sehr schön und einfach große Muster oder Blumen zu malen. Dafür braucht ihr festeres Aquarellpapier oder zumindest dickes Zeichenpapier. 
Wenn man dann in der Mitte das ganze Papier mit den Fingern nass macht, kann man loslegen. Seht zu, dass es nicht zu nass ist: Keine Pfützen oder große Stellen mit Wasser. Besser so schimmernd, wie ein frisch gewischter Küchentisch. 
Auf das nass schimmernde Papier kann man mit einem großen Pinsel voll Wasserfarben drauf spritzen. Die Farbe verläuft sehr schön, weil es nass ist. Man kann auch gelbe und rote Kreise in verschiedenen Größen darauf malen. 
Wenn das Papier nach einer kleinen Weile getrocknet ist, kann man schließlich mit Buntstiften noch kleine Formen dazu zeichnen: Blütenblätter, Blumenstengel, kleine Käfer und was Euch noch einfällt.


3. 
Wenn ihr Kirschblüten-Postkarten malen möchtet, bräuchtet ihr dickes Aquarellpapier, rosa, weiße und rote Wasserfarben, einen kleinen Pinsel und schwarze Tusche. Die Tusche kann man in der Not auch selber zuhause machen, z.B. mit Ruß, wenn man einen alten Teller in die Flamme einer Kerze hinein hält. Dazu dann ein Tröpfchen Öl und etwas Wasser - aber das ist auf jeden Fall eine sehr große Sauerei und auch ganz schön gefährlich. Bitte macht das auf keinen Fall alleine! Wer schwarze Eddings oder schwarze Tintenpatronen hat, kann auch damit zeichnen. 
Mit Eurem Schwarz und einem kleinen Pinsel zeichnet ihr dann ein großes, schiefes schrumpeliges Ypsilon in die Mitte auf eine leere weiße Postkarte. Am besten extra auch zitterig und grob zeichnen, mit kleinen Macken. Damit es aussieht wie ein Ast. Schaut, dass ihr am Rand Platz lasst und nie bis ganz an die Kante der Postkarte kommt. Wenn der Ast grob aussieht wie ein Ast, kann man noch zwei, drei kleine schwarze Striche in der Luft, schwebend in die Nähe von dem großen Ypsilon zeichnen. 
Jetzt muss man nur noch mit Rosa und Rot überall kleine Blütenblätter herumtupfen. Dafür könnt ihr entweder die Pinselspitze nehmen, oder die flache Rückseite von einem Stift oder zur Not auch den kleinen Finger. Vor allem in die Lücken zwischen dem großen Ypsilon und den schwebenden kleinen Strichen muss man viel tupfen. Dann sieht es aus, als ob es ein großer, durchgehender Ast voll mit vielen Kirschblüten wäre. 
Am Ende kommen dann noch mit der weißen Farbe einzelne Tupfen überall, dann sieht es funkelnder und mehr nach Frühling aus. 
Wenn die Postkarten trocken sind und sich gewellt haben, kann man sie vorsichtig mit der Rückseite über einer geraden Tischkante gerade ziehen.

 

Wir wünschen viel Freude und hoffen, dass ihr alle gesund bleibt und trotz allem eine schöne, entspannte Frühlingszeit haben könnt. 

 

Georg von der Kinderakademie